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Neues aus der Mauerstraße

Veröffentlicht von Bastian Koch am 23.05.2016
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Das neue Kindergartenjahr hat begonnen: viele neue Gesichter, viele neue Namen von „Kindern aus aller Welt“ sind auch in diesem Jahr wieder zu uns gekommen. Der Kindergarten ist voll….voller Leben….und das ist schön! Wir freuen uns, dass wir im Kindergarten an jedem Tag das „Miteinander verschiedener Kulturen“  leben dürfen, auch wenn wir uns sprachlich noch nicht verständigen können.

 

Manchmal fragen wir uns auch: Was haben einzelne Familien, die Kinder schon alles erlebt: in ihren Heimatländern, auf der Flucht, hier in Deutschland… Die globalen Problemlagen kommen mit den Kindern und ihren Familien Tag für Tag  ganz nah zu uns! Wir stellen  fest, dass die Eltern oft dankbar sind, wenn sie spüren und erleben, dass es den Kindern bei uns gut geht, sie sich wohl fühlen und sie erleben, wie die Kinder z.B. Fortschritte in der deutschen Sprache machen.

 

Auf der anderen Seite erleben wir ErzieherInnen aber auch, dass dieser „Erfolg“ sich nicht von alleine ergibt, sondern sehr viel Arbeit von uns erfordert: Jede Eltern-information braucht viel  Zeit und persönliche Zuwendung und dann ein Überprüfen, ob die Information wirklich verstanden worden ist ( z.B. „Was braucht ein Kind zum Frühstück?“ „ Bitte geben Sie den Kindern keine
Dosen voller Süßigkeiten mit in den Kindergarten“. etc.. ) Wir MitarbeiterInnen erleben  immer wieder unsere Grenzen und Situationen, wo wir im Nachhinein spüren, dass unsere Bemühungen nicht ausgereicht haben. Wir erleben, dass Kulturen und Lebensumstände manchmal so unterschiedlich sind, dass es schwer ist, zu erkennen, wo Familien mehr Unterstützung von uns gebrauchen könnten oder wo wir einfach lernen und akzeptieren müssen, dass die Familien andere Vorstellungen haben, von dem was ihre Kinder brauchen.

 

Aus diesem Grund freuen wir uns sehr, dass das Diakonische Werk der Ev.-ref. Kirche zusätzliche Haushaltsmittel zur Verfügung gestellt hat, um die Kindergärten bei der Arbeit mit Flüchtlingskindern und Familien zu unterstützen. Wir haben einen Antrag gestellt und unser Kollege Sascha Hesselink hat jetzt drei Wochenstunden zusätzlich Zeit, um sich ganz gezielt um diese Kinder zu kümmern und im Laufe der Zeit, auch Kontakt zu den Familien aufzubauen, um bei Integrationsbemühungen zu unterstützen.

 

Er wird in seiner Arbeit da ansetzen, wo die Erzieherinnen in der „normalen“ Gruppenarbeit an ihre zeitlichen Grenzen stoßen. Und darüber freuen wir uns! Außerdem haben wir festgestellt, dass nicht nur Kinder aus allen Ländern der Welt die „Mauerstraße“ besuchen. Eine Jahrespraktikantin kommt aus der Türkei, eine andere aus Benin (Afrika), Francois kommt aus Ruanda… Die Welt gehört zu uns!

WILLKOMMEN – wir freuen uns auf Euch!

 

Mittlerweile hängt bei uns eine Weltkarte im Flur, damit wir den Kindern zeigen können, wer aus welchem Land kommt.

Berndine Kethorn

 

Zuletzt geändert am: 14.10.2016 um 17:38

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